Archiv für November 2010

Farbanschlag in Essen / Newsupdate autonomer Kampagne

In Essen wurde die Landeszentrale des „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.“ vor einigen Tagen von Unbekannten mit Farbeiern und einer Parole beschmiert. In einer Erklärung erläutern die VerursacherInnen ihre politischen Beweggründe. U.a. wird dort auf geschichtsrevisionistische Tendenzen innerhalb des Vereins und die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr verwiesen. Die Aktion wird als Teil einer zweiwöchigen Kampagne ausgewiesen, in deren bisherigem Verlauf mehrere Kriegerdenkmäler, überwiegend durch Nutzung von Farbe, beschädigt worden sind.

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Wiederinbetriebnahme von Flüchtlingsheimen in Essen geplant

Nachdem die Zahl der AsylbewerberInnen im Bundesgebiet im Vergleich zum Vorjahr um 80% zugenommen hat, rechnet auch die Stadt Essen damit, künftig wieder mehr Flüchtlinge aufnehmen zu müssen. In diesem Zusammenhang wird derzeit die Wiedereröffnung zweier ehemaliger Flüchtlingslager beschlossen. Die Flüchtlingslager, welche in den neunziger Jahren errichtet wurden, sind überwiegend Wohncontainer, die eine Wohnfläche von acht Quadratmetern pro Person besitzen.

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NPD-Kandidaten in Essen geoutet / NPD-Kundgebung in Borbeck

Anhaltende Outing-Welle im westlichen Ruhrgebiet: Antifas haben im Hinblick auf zwei Kundgebungen der Essener NPD zwei Kandidaten der Partei in ihrer Nachbarschaft geoutet. Die Autoren berichten auch von einer Reihe Aktionen, die im Zusammenhang mit der NPD-Kundgebung am 09.11. in Essen-Borbeck stattgefunden haben. So soll angeblich der Sonderbus, der für die abreisenden Nazis bereitgestellt wurde, von Autonomen mit Steinen angegriffen und beschädigt worden sein.

In einem umfangreichen Artikel berichtet auch die Antifa Essen Z vom 09.11. Im Resümee heißt es dort: „Die lautstarken Proteste nahmen den Redebeiträgen der rund 40 mit Fahnen und brennenden Fackeln ausgestatteten Neonazis jede öffentliche Wirkung. Außerdem wurde eine geplante Kranzniederlegung der NPD an der Germania-Statue durch die große Zahl der anwesenden Gegendemonstranten verhindert.“ Am 27.11. plant die NPD eine Kundgebung in Essen-Katernberg.

Neuer Farbanschlag in Mülheim

Im Internet ist erneut ein anonymes Bekennerschreiben aufgetaucht, das von einer farblichen Beschädigung an einem Kriegerdenkmal in Mülheim berichtet. Die Verantwortlichen haben den Gedenkstein und eine angeschlossene Schriftplatte mit roter Farbe beschmiert und das Wort „TÄTER“ hinterlassen. Der Gedenkstein befindet sich an der Wasserrinne in Mülheim.

Ruhrgebiet: Aktionen gegen Kriegerdenkmäler

Am Wochenende des „Volkstrauertages“ wurden in mindestens neun Städten in Nordrheinwestfalen Kriegerdenkmäler beschädigt. In Unna, Bergkamen, Hamm, Lünen und Fröndenberg (Indymedia) wurden Gedenksteine und Statuen mit Farbe beschmiert. Auch in Haltern kam es zu einem ähnlichen Angriff. In Bochum wurde einer Statue der Kopf entfernt. Bereits in den letzten Wochen wurden in Bochum eine Reihe von Denkmälern farblich umgestaltet. Ein weiterer Angriffspunkt für die autonome Aktionsreihe lag in Schwerte – dort wurde in der Nacht zum 15.11. ein Denkmal pink gestrichen.

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Duisburg: Bericht zur Gedenkkundgebung

Das Bündnis 9. November hat auf diversern Internetportalen einen Bericht zur Gedenkkundgebung der vorherigen Woche veröffentlicht. Nach Darstellung der AutorInnen war die Kundgebung mit knapp hundert BesucherInnen sehr gut besucht. Eine Störaktion anässiger Neonazis wurde erfolgreich unterbunden. Im Anschluss an die Kundgebung wurde mit vielen TeilnehmerInnen noch eine Spontandemonstration in der Duisburger Innenstadt durchgeführt. Von dort aus machten sich die DemonstrantInnen auf den Weg zu den Protesten gegen die NPD-Kundgebung in Essen-Borbeck.

„Aktionsgruppe Duisburg/Krefeld“ – Outing in Chemnitz

Eine Gruppe nordrheinwestfälischer Antifas hat nach Eigenbekundung eine verzogene Sympathisantin der „Aktionsgruppe Duisburg/Krefeld“ in ihrer neuen Heimat Chemnitz geoutet. Die Aktion wird von den AutorInnen ausdrücklich als Angriff auf die Strukturen der Duisburger/Krefelder Kameradschaft gekennzeichnet. Gemeinsam mit Helena F. wurde ihr Mitbewohner, der Chemnitzer Neonazi Patrick F., durch Flugblätter bekannt gemacht.

Outing und Plakataktionen rund um den 09.11.

Laut verschiedenen Indymedia-Artikeln kam es gestern im westlichen Ruhrgebiet und vielen anderen Städten zu Aktionen im Hinblick auf den 09. November.

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